Quartiere
Kreativ- und Kulturquartier Oberhafen
Südlich des Oberhafens wird in zentraler Lage ein dynamisches Kreativ- und Kulturquartier mit neuen Potenzialen für die Stadt Hamburg entstehen
Das zentral in Hamburg gelegene Quartier Oberhafen ist mit der übrigen HafenCity gut vernetzt. Es soll später das östlich gelegene Großmarktareal mit einbeziehen und kreative Impulse auch für die zentralen Quartiere der HafenCity, das Großmarktareal, Rothenburgsort, die City Süd und die Museumsmeile liefern (© ELBE&FLUT) Bilderserie starten
Heute ist das Areal noch gewidmete Bahnfläche, die Gebäude sind nahezu vollständig belegt und werden bis min-destens 2014 überwiegend für Logistikzwecke genutzt. Einige frei gewordene Flächen konnten allerdings bereits an kreativschaffende Mieter vermittelt werden. Zukünftig wird das Quartier Oberhafen der Nukleus eines Kreativ- und Kulturquartiers sein, das mit der übrigen HafenCity, aber auch mit Rothenburgsort, der City Süd und den dort neu entwickelten Kulturaktivitäten sowie der Museumsmeile gut vernetzt ist.
Der „normale“ Entwicklungsprozess der HafenCity wird hierfür „auf den Kopf gestellt“. Statt einer neuen städtebaulichen Idee wird eine neue Nutzung von Bestandsgebäuden Ausgangspunkt der Entwicklungen, die durch einen schrittweisen Transformatiosprozess erfolgen werden. Dabei wird an die überwiegend eingeschossigen Güterhallen angeknüpft. Die Grundstücke werden nicht verkauft, sondern verbleiben dauerhaft im Eigentum des Sondervermögens Stadt und Hafen (HafenCity Hamburg GmbH), um die Entwicklung im Interesse Hamburgs gestalten zu können.
Chancen für Kultur und Kreativwirtschaft
Lang gestreckte Lagergebäude und mehrstöckige Kopfbauten prägen bis heute das Erscheinungsbild. Durch eine Umnutzung der heute fast vollständig vermieteten und überwiegend von der Bahn genutzten Bauten erhalten diese einen stark öffentlichen Charakter. Allerdings sind dafür neue Nutzungsgenehmigungen und erhebliche Modernisierungen ebenso erforderlich wie ein objektbezogener Hochwasserschutz. Wohnnutzungen lassen sich aufgrund der Überflutungsgefahr allenfalls in Neubauten mit hochwassersicherer Anbindung realisieren.
Neubauten sollen die Altbauten mittelfristig ergänzen. Private oder genossenschaftliche Investitionen können erfolgen, sofern neue Gebäude kulturellen und kreativwirtschaftlichen Zwecken dienen und wie die Altbauten preisgünstig weitervermietet werden. Durch die Mischung von neu und alt können bis zu 500 Arbeitsplätze in verschiedenen Kultur- und Kreativwirtschaftsbranchen geschaffen werden. Darauf aufbauend soll ein dauerhaftes kreatives Milieu entstehen, das später auch das östlich gelegene Großmarktareal einbeziehen könnte.
Trotz der heute noch schwierigen Rahmenbedingungen wurde Anfang 2012 mit einem Interessenbekundungsverfahren ein Nutzungskonzept für eine frei gewordene 600 qm große Fläche gesucht, das in der Initialphase zur Etablierung und Prägung des neuen Kultur- und Kreativwirtschaftsstandort beiträgt. Aus den 15 eingereichten Konzeptvorschlägen wurde von einem interdisziplinären Expertengremium ein Konzept für die Umsetzung ausgewählt und für weitere fünf Konzepte die Weiterverfolgung einer mittelfristigen Umsetzung auf weiteren Flächen im Quartier empfohlen.
Dialogorientierte Entwicklung
Die möglichen Entwicklungsoptionen für das Quartier werden im Laufe eines intensiven Dialogprozesses erarbeitet. Ein langer zeitlicher Entwicklungsrahmen von mindestens 15 Jahren bildet dafür die Grundlage. Während der gesamten Entwicklungsphase kooperiert die HafenCity Hamburg GmbH eng mit der Hamburg Kreativ Gesellschaft mbH. Gleichzeitig findet ein reger Ideenaustausch mit Kreativunternehmen, Kulturschaffenden und vielen anderen Interessierten statt. Die ersten Impulse lieferte Ende März 2011 ein internationales Auftaktsymposium. Weitere Veranstaltungen und Diskussionen werden folgen.
Sportplatz direkt am Wasser
Obwohl die kulturelle und kreative Nutzung am Oberhafen einen wichtigen Schwerpunkt bildet, bietet das Quartier dort, wo es nicht bebaut ist, auch Möglichkeiten für vielfältige Sport- und Freizeitaktivitäten. Ab 2014/15 werden direkt am Ufer des Oberhafens auf ehemaligen Gleisflächen Sportanlagen für verschiedene Sportarten angelegt, dazu gehört auch ein Fußballplatz. Die neuen Frei-zeitangebote werden allen Bewohnern, Beschäftigten und Besuchern der HafenCity zur Verfügung stehen und auch von Vereinen genutzt werden. Die am südöstlichen Kopf des Lohseparks geplante zweite Grund- und weiterführende Schule kann hier Schulsport betreiben.









