Mobilität
In drei Minuten vom Jungfernstieg an die Elbe
Öffentliche Nahverkehrsdienste übernehmen die flächendeckende und effiziente Erschließung der HafenCity. Zentrale Verkehrsader ist dabei die neue U-Bahn-Linie U4, die unter anderem um ein dichtes Streckennetz von Linienbussen ergänzt wird
Durch mehrere Buslinien ist die HafenCity bereits erschlossen; ihre Lineinführung lässt sich stets flexibel dem Entwicklungsstand des Stadtteils anpassen (© Julia Sippel) Bilderserie starten
Eine Hauptrolle bei der Anbindung des neuen Stadtteils ans übrige Stadtgebiet übernimmt der Öffentliche Personennahverkehr (ÖPNV). Er gewährleistet die ökologisch wie auch ökonomisch und sozial nachhaltige Erschließung des neuen Stadtteils: Ohne ÖPNV wäre das von künftig mehr als 100.000 Nutzern pro Tag erzeugte Verkehrsaufkommen kaum effizient zu bewältigen.
Zentrale Verkehrsader des ÖPNV ist die unterirdisch entstehende U-Bahn-Linie U4. Ab Herbst 2012 stellt sie eine direkte Verbindung zwischen den drei wichtigsten Umsteigehaltestellen im Hamburger Schnellbahnnetz (Jungfernstieg, Hauptbahnhof und Berliner Tor) mit der HafenCity her. Vom Jungfernstieg beträgt die Fahrzeit bis zur Haltestelle Überseequartier dann gerade mal drei Minuten. Rund 35.000 Fahrgäste täglich werden diesen Abschnitt nutzen; das entspricht umgerechnet etwa 26.000 eingesparten PkW-Fahrten pro Tag. Etabliert sind bereits unmittelbar nördlich an die HafenCity angrenzend zwei Haltestellen der Linien U1 (Meßberg) und U3 (Baumwall).
Auch drei Buslinien erschließen die HafenCity bereits und stellen zusätzliche Verbindungen zu Knotenpunkten des Hamburger Nahverkehrs her. Vor allem während der Entstehungsphase des Stadtteils bieten die Busse einen unschlagbaren Vorteil: Ihre flexible Linienführung kann regelmäßig dem aktuellen Entwicklungsstand angepasst werden. Mittlerweile bedienen die Linien 3, 4 und 6 die HafenCity.
Auf der Linie 6 fahren sogar besonders umweltfreundliche Brennstoffzellen-Busse durch die HafenCity. Diese seit 2004 im Hamburger Linienverkehr eingesetzte Technologie wird konsequent weiter ausgebaut; derzeit entsteht in Hamburg die weltweit leistungsfähigste Infrastruktur für emissionsfreien Verkehr. Allein im Zeitraum 2010 bis 2013 wird die Hochbahn 20 neue Brennstoffzellen-Busse in Betrieb nehmen. Nahe der Oberbaumbrücke, dem zentralen Entrée der HafenCity, sollen sie an einer geplanten Wasserstoff-Station betankt werden können.
Andere Verkehrsmittel ergänzen U-Bahn- und Bus-Dienste: Zu Wasser bedient die Fährlinie 62 der HADAG ab Frühjahr 2011 mit einem ersten Anleger in der HafenCity den Dalmannkai. Weitere Anleger werden – beispielsweise an der HafenCity Universität – folgen.
Seit Sommer 2009 betreibt die Deutsche Bahn ihr in mehreren Städten bereits erfolgreiches Fahrradleihsystem auch in Hamburg. Zukünftig werden sich vier Verleih- und Rücknahmestationen für die roten Leihfahrräder in der HafenCity befinden; eine erste Station wurde 2010 vor dem Unilever-Gebäude auf dem Strandkai eingerichtet.
Schon jetzt besteht ein gut ausgebautes ÖPNV-Netz in der HafenCity, das gemeinsam mit dem Stadtteil weiter wachsen wird, vor allem Richtung Osten und Süden, denn eine Fortführung der Verkehrsinfrastruktur über den Stadtteil hinaus wird bereits diskutiert. Die U4 endet nur vorübergehend an der Haltestelle HafenCity Universität; eine weitere Station der U4 soll nördlich der Elbbrücken entstehen, wo sie sich mittelfristig auch mit der S-Bahn verknüpfen ließe.







